03.12.2020
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CD-Kaserne gGmbH – Jugend- und Kulturarbeit in Celle

Die CD-Kaserne gGmbH ist eine kommunale, gemeinnützige GmbH der Stadt Celle. Sie ist mit 20 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie bis zu 50 Honorarkräften verantwortlich für die Verwaltung und den Betrieb des Veranstaltungszentrums. Die Aufgabenbereiche der gGmbH liegen in der Kulturarbeit, der Jugendarbeit und der Geländeverwaltung des 33.000 qm großen Areals. Das neben einem bunten Veranstaltungs- und Jugendprogramm, auch zahlreichen eigenständigen Institutionen/Vereinen/Gruppen ein zu Hause bietet. (u.a. Kino 81/2, Kreismusikschule Celle, Celler Rockmusikinitiative, Buntes Haus, DAV Sektion Celle, Albert-Schweitzer-Familienwerk „PAB“, Zirkus „Knalltüte“, Lloyd´s Musicalschule)

Die Jugendarbeit im Haus 7 und darüber hinaus

Die Jugendarbeit im Haus 7 und darüber hinaus

Die pädagogische Abteilung der CD-Kaserne bietet neben Hausaufgabenhilfe, Mädchentagen, Sportangebote und Ferienbetreuung, auch einen täglich geöffneten Jugendtreff, der als feste Institution der Celler Jugendlichen gesehen wird. Das Haus 7, wie der Treff genannt wird, bietet ein abwechslungsreiches Programm: Es wird gemeinsam gekocht, Yu-Gi-Oh und Fußball gespielt oder sich auch einfach unterhalten. Zusätzlich steht den Jugendlichen ein Computerraum für Referate und Hausaufgaben zur Verfügung. 2019 wurde durch Stiftungsgelder gemeinsam mit den Jugendlichen ein Jugendwohnzimmer gestaltet und eingerichtet. Hier besteht nun die Möglichkeit, mit Kleingruppen zu arbeiten, medienpädagogische Interventionen gezielt für Interessierte durchzuführen, pädagogisch begleitete Gespräche und Angebote in gemütlicher Atmosphäre durchzuführen.

Außerdem bietet das Haus 7 mit dem Angebot „OnLy4Girl‘s“, eine Zeit ausschließlich für Mädchen an, in der diese einen geschützten Raum finden, in dem sie einfach mal Mädchen sein, über ihre Probleme mit anderen Mädchen und Mitarbeiterinnen sprechen und sich Tipps holen können.

Die CD-Kaserne bietet zudem auch ein Sportprogramm für junge Menschen in der Halle 10: das Fußballprojekt. Jedes Jahr startet die neue Trainingssaison mit dem traditionellen großen „Neujahrshallenkick“ im Januar.

Kostenfreie Freizeitgestaltung bietet auch das Außengelände. Eine Skateanlage, die sowohl von BMXern sowie Skater*innen frequentiert wird, direkt daneben ein Streetbasketball-Feld und an der sogenannten „Wall-of-Fame“ verewigen sich von Zeit zu Zeit Graffiti Sprayer*innen mit ihren Kunstwerken und verleihen dem Gelände so seinen eigenen urbanen Charme.

Die Kulturarbeit in der CD-Kaserne

Das Programm in der CD-Kaserne deckt mit wöchentlichen Veranstaltungen nahezu alle Bereiche der Kultur ab. Zwei große Veranstaltungshallen stehen dafür zur Verfügung. Hier gibt sich das Who-is-Who der Comedy Szene genauso die Klinke in die Hand wie Rock- und Pop-Größen. Verschiedene Messen, Flohmärkte, Blutspendetermine, sind ebenfalls Bestandteil des Angebots in der CD-Kaserne. Für die kleinen Gäste gibt es eine besondere Veranstaltungsreihe: beim „Familientheater in der CD-Kaserne“ kann man regelmäßig in die zauberhafte Welt des Figurentheaters eintauchen. Im Jahr 2018 wurde ein weiterer kleiner Raum auf dem Gelände erschlossen, die Halle 13 bietet heute auf ca. 130 qm² neben Kleinkunstveranstaltungen, auch die Möglichkeit für Seminare durchzuführen oder bspw. Konfirmationen oder Geburtstage zu feiern.

Die Projektarbeit in der CD-Kaserne

Die Projektarbeit verbindet die verschiedenen Bereiche der CD-Kaserne und nutzt die dadurch entstehenden Synergien. Durch diese Arbeit erreichte das Celler Kulturzentrum auch bundesweit Bekanntheit, u.a. ist das Team für folgende Projekte verantwortlich:

Das „Celler Volkliederfestival“, das regelmäßig Jung und Alt zum Mitsingen animiert und Generationen durch die Musik verbindet. Beim „Collegium Cellense – die Kinderuniversität“ werden Kinder mit Freude an wissenschaftliche Themen herangeführt und erleben diese auf, spannende Weise, dieses Projekt ist eine Kooperation der CD-Kaserne mit der Volkshochschule Celle und der Bürgerstiftung Celle.
Das Musik- und Präventionsprojekt „Ich bin stark!“ findet bereits seit 15 Jahren alle zwei Jahre statt und begleitet jedes Mal 800 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen acht und zwölf Jahren, die gemeinsam Lieder zum Thema schreiben, aufnehmen und am Ende ihre eigene CD in den Händen halten.
Seit 2015 ist die CD-Kaserne auch Externe Koordinierungs- und Fachstelle für das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ in Celle. Außerdem konzipierte das Team der CD-Kaserne die niedersächsische Wanderausstellung „Oh, eine Dummel! Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire“ und „Was´ los, Deutschland!? Ein Parcours durch die Islamdebatte“, eine bundesweite Wanderausstellung zum deutschen Islamdiskurs.
Im Rahmen eines Bundesmodellprojekts gründet sie 2016 das Zentrum für systemisch -interkulturelle Prävention – kurz SIP. Seit 2020 arbeitet die CD-Kaserne nun an einem neuen Modellprojekt - „Wer sind wir? Denken, Sprechen, Handel in der Islamdebatte“ – das bis 2024 gefördert wird.

 

Die CD-Kaserne als Ausbildungsbetrieb


Die CD-Kaserne hat sich in den vergangen Jahren auch als Ausbildungsbetrieb für die Berufe Veranstaltungskauffrau/-mann, Bürokauffrau/-mann und Fachkraft für Veranstaltungstechnik etabliert und die hauptamtlichen Mitarbeiter/innen sind gleichzeitig Ausbilder IHK und engagieren sich ehrenamtlichen in den Prüfungsausschüssen. Der pädagogische Zweig der CD-Kaserne bietet die Möglichkeit ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Berufspraktikum im Bereich Sozialwesen durchzuführen.

Geschichte der CD-Kaserne

Die Cambridge-Dragoner-Kaserne an der Hannoverschen Straße ist eine Erinnerung an das letzte hannoversche Reiterregiment in der Stadt Celle und wurde 1841-42 von König Ernst August von Hannover errichtet. 

Die Architektur ist massiv und schlicht und trägt als einzigen Schmuck im Giebelfeld die in Stein gehauene Krone und den Namenszug "E.A. 1842", die Initialien von Ernst August, König von Hannover. Anfangs waren auf dem Kasernengelände der Regimentsstab und eine Schwadron untergebracht. Ein Steindruck im Bomann Museum aus dem Erbauungsjahr zeigt das Gebäude in seiner ursprünglichen Frontansicht: das Eingangstor in der Mitte, ein Schilderhaus und ein Rondell. Um das Stabsgebäude herum schliefen die Mannschaften. Diese Gebäude wurden bei einem Brand 1929 vernichtet. Zur Zeit der "Cambridge Dragoner" befand sich in dem Hauptgebäude die Offiziersmesse. Bis nach dem Ersten Weltkrieg war hier dann das Kasino untergebracht. Schließlich nutzte man es als Offizierswohnung und wandelte das Gebäude 1935 zur Mannschaftsunterkunft um. 

In preußischer Zeit von 1867 bis 1870 fanden Teile des Westfälischen Kürassier Regiments hier ihre Unterkunft. Nach dem Krieg 1870-71 bis 1919 belegte man die Kaserne mit verschiedenen Artillerieabteilungen. Von 1932 bis 1942 hielt sich hier ein Eskadron einer Fahrabteilung auf, ab 1942 diente sie der Nebeltruppe als Aufstellungs- und Ausbildungsraum sowie zur Unterbringung von Lehrgängen. 

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Kaserne von englischen und niederländischen Truppen belegt, bis in einen Teil der Räume am 1. April 1966 das Verteidigungskommando einzog. Am 27. Januar 1976 brachte man das Brigadekommando der Panzerbrigade 33 in der Kaserne unter. 1990 bekam sie wieder ihren alten Namen: "Cambridge-Dragoner-Kaserne". 

1996 wurde das Areal von der Stadt als Jugend- und Kulturzentrum unter Verwaltung der gemeinnützigen GmbH "CD-Kaserne Celle" in Betrieb genommen (Gesellschafter ist die Stadt Celle). Schnell wurde das Projekt mit seinen 33.000 m² Nutzfläche zum kulturellen Anlaufpunkt für die gesamte Region. Das Aufgabengebiet der CD-Kaserne umfasst dabei gleichermaßen Kultur- und Veranstaltungsprogramm für Gäste aller Altersgruppen, sowie Jugendarbeit mit Angeboten zur sinnvollen Freizeitgestaltung. 



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